Bis ans Ende der Welt – nach Cap Finisterre

Es gibt ja viele Pilger, die den Rest des Weges bis zum Kilometer 0,0 auch noch zu Fuss gehen. Ich gehoere nicht dazu, will das wunderschoene Kap aber sehen und geniessen. Im Mittelalter sind viele Pilger bis an dieses damals bekannte Ende der Welt gegangen. Was muss das fuer ein Erlebnis gewesen sein? Und mit welchen Muehen wurde dieses Erlebnis erreicht – ohne Goretex und Wanderschuhe!

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Kilometer 0,0 und der Leuchtturm von Cap finisterre

Wir fahren also vom zentralen Busbahnhof mit dem Bus drei Stunden lang ueberwiegend an der Kueste entlang an das Ende der Welt. Ich steige aus dem Bus und wen laufe ich fast um? Den Tattoo-Man aus Austria, mit dem ich zu Beginn meiner Reise unterwegs war. Auch er ist inzwischen nach einem Start in Ponferrada angekommen.

Im Hafen esse ich erst mal eine Fischsuppe und eine Jakobsmuschel. Danach geht es zum Kap, das von gelbem Ginster ueberzogen ist. Nachdem wir uns den Kilometerstein 0,0 und den Leuchtturm angesehen haben, geht es weiter ans Kap. Dort wo die Pilger Teile ihrer Kleidung zuruecklassen und anzuenden. Ich lasse etwas zurueck, habe aber kein Feuer, um es anzuzuenden. Also bleibt es so bei den Schuhe zurueck, die andere Pilger dort gelassen haben. Mit einem letzten Blick machen wir uns auf den Rueckmarsch nach Finisterre.

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Hier, am Ende der Welt, verbrennen die Pilger ihre Pilgerkleidung

Heute abend werden Silvia, Konrad und ich ein letztes Mal zusammen essen. Dann geht es morgen wieder in unsere Alltagswelt zurueck. Die Zeit und den Weg werden wir aber wohl nie vergessen.

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Ein letztes Foto da, wo es nicht mehr weitergeht…

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und ein letztes gemeinsames Essen…

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…und ein letzter Blick auf die Kathedrale vor dem Rückflug ( Ach ja: vor 1000 Jahren mussten die Pilger zurückgehen…)

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