Kloster Samos nach Morgade – 100 Km vor Santiago

Im Regen laufen wir morgens von Samos los. Es geht erst an der Strasse entlang und dann quer durch die Berge Richtung der Hauptstrecke nach Sarria. Ich erlaufe mir die Kilometer, die ich kurz vor Villafranca mit dem Bus gefahren war, so wieder zu Fuss. Also weg mit dem schlechten Gewissen! Die Strecke ist nass, aber wunderschoen.

Kurz vor Sarrio stuerzt Konrad vor der Bar eines Refugios auf superglatten Fliesen. Gottseidank passiert aber nichts. Wir warten lagen auf einen Cafe. Als die Herbergsfrau nicht kommt, gehen wir weiter nach Sarrio. Dort gibt es dann einen Cafe und ein Bocadillo. Nach fast 30 Km kommen wir nach Morgade.

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Konrad (rechts), Silvia und ich sind am 100-km-Stein angekommen. Kurz darauf kommt noch ein zweiter 100er. Vermutlich sind beide zu weit gegriffen, denn durch den Flughafenbau ist die Strecke inzwischen erheblich länger. Daher hat man einfach auf den letzten 10 Km die Steine weggelassen

Inzwischen gibt es nur wenige grosse Orte. Meistens sind es nur kleine Weiler mit vielen Kuehen, ihren Haufen und einigen Hoefen. Und es kommt endlich der beruehmte Stein mit den 100 Km, ab denen es ernst wird, mit dem Pilgern. Eigentlich gibt es gleich zwei Steine. Ein tschechisches Ehepaar aelteren Datums fotografiert uns und wir sie.

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Endlich treffen wir auf unsere Brasilianerin – sie hat sich einen Dänen ausgeguckt

Morgade ist so ein kleiner Bauernhofort, ist aber toll renoviert. Es gibt abends ein klasse Essen und das Spiel Muenchen – Getafe, das superspannend fuer die Muenchener mit 3:3 ausgeht. Zuvor haben wir endlich die Camino-Brasilianerin kennengelernt, die einen Daenen geangelt hat oder vielleicht auch nicht. Er ist der Typ Wikinger, bringt ihr Englisch bei und ist sehr nett. Bei einigen Glas Wein kommen sie sich naeher?

Morgens gibt es noch Toastado und weiter gehts Richtung Hospital da Cruz.

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