38 Km bis Hospital de Orbiga – alles gut gegangen?

Gerade eben habe ich nach einem reichlichen Pilgermahl mit einem sehr guten Wein noch einen Internetplatz gefunden. Ich hatte es schon aufgegeben…

Auf der Fahrt nach Leon machte mich der Schaffner mit einem anderen Pilger bekannt. Der kam aus Linz und sprach deutsch. Ansonsten: Tattoos und viele Piercings…

Da er keinen Reisefuehrer und kein Credencial hatte, habe ich mit ihm bis 21 Uhr eine Herberge gesucht, die ihm ein Credencial und Unterkunft gab. Als wir die Benediktiner endlich fanden, waren sie so nett, dass ich auch gleich da geblieben bin. Um die Ecke habe ich dann in einem Stehlokal noch einen der besten spanischen Weine und ein super Schinkenbaguette gegessen. Danach musste ich schnell ins Bett. In den Refugios ist um 22 Uhr Schluss.

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Morgens frueh in Leon: Ein erschöpfter Pilgerbruder ruht am Pilgerkreuz

Morgens wollte mein junger Freund dann doch lieber mit dem Bus Pilgern und ich bin mit Michael, einem jungen Hamburger Feuerwehrmann, losgelaufen. Mittags waren wir dann 25 Km gegangen und es kam auch eine Herberge. Hier der Stop? Nein, das war einfach noch zu frueh…

Wir gingen weiter, bis Hospital de Orbigo – 38 Km. Es kam naemlich keine Herberge mehr. Also immer weiterlaufen, laufen, laufen. Ab 30 Km machte es schon keinen richtigen Spass mehr. Ab 35 Km wurde es heftig auf der Schotterpiste.

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Kilometer um Kilometer zieht sich die Strecke hin…

Ich sah unterwegs mal nach meinen Fuessen: rechts und links am Ballen ordentliche Blasen. Die habe ich gerade vor dem Essen noch mit dem Taschenmesser auf gemacht. Morgen kommt Compeed drauf. Hoffentlich geht alles gut und ich gehoere nicht uebermorgen zu dem Kreis der Blasengeschaedigten. Sowas kann naemlich im schlimmsten Fall zum Abbruch fuehren.

Ach ja: das Wetter ist super. 25 Grad und ich habe trotz Sonnenschutz schon einen kleinen Sonnenbrand…

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