Kein Bett in Santo Domingo de la Calzada

Ganz kurz, denn ich muss die Kuehle des Morgens nutzen. Mittags wird es hier im Randbereich der Meseta richtig heiss. Gestern bin ich von Navarette los in Richtung Najera. Dann ging es mit dem Bein wieder los, also bin ich von Najera ein kleines Stueck nach Santo Domingo de la Calzada gefahren. Eine der aeltesten Staedte am Weg, wo in der Kathedrale seit langem zwei Huehner gehalten werden. Aber dort waren die Feiern des heiligen Santo Domingo.

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Große Party für den Pilger-Helfer – aber kein Bett für die Pilger

Kein Bett bei den Zisterzienser-Nonnen, keins in der tausend Jahre alten Herberge. Schliesslich auch keins in den zahlreichen Hotels. Alles voll. Meinem Bein ging es wieder besser, also weiter wandern. Nach weiteren sieben Kilometern, ich glaube ich war an diesem Tag schon an die dreissig gelaufen, kam Granon – ein sehr kleiner Ort. Die letzten Kilometer hatte ich kein Wasser mehr, ich hatte vergessen in Santo Domingo etwas zu kaufen. Also wusste ich nun auch was Durst in der Meseta ist.

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Hinweisschild an der Grenze zur Region Castilla y Leon

Oben im ersten Stock der Kirche gab es duenne Matten. Eng an eng. Und es wurden immer mehr, die von Santo Domingo ausweichen mussten. Das war nichts fuer mich. Einen Kilometer weiter sollte es eine Jugendherberge geben, sagten mir andere Pilger. ich ging weiter, aber nach einem Kilometer war nichts. Erst in Redecilla de Camino gab es eine nette Pilgerunterkunft mit 8-Bett Zimmern. Abends gab es ein Pilgermenu – alles gegen eine Spende, die von den Deutschen in der Regel ordentlich ausfiel.

Heute morgen geht es weiter, ich bin jetzt rund 50 Kilometer vor Burgos, meinem Ziel fuer dieses Jahr. Adios!

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