Angekommen in Los Arcos – ein himmlischer Tag

So um 17 Uhr sind wir in Los Arcos angekommen, nachdem wir den ganzen Tag gewandert sind. So einen wunderschoenen Tag hatte ich auf der ganzen Tour bislang nicht. Nicht zu warm, aber Sonne. Ein tolles Licht zum Fotografieren, schoene Stopps und immer noch gesund. Was will man mehr.

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Die Landschaft vor Los Arcos ist wunderschön

Die „dos Hildes“ haben mir Glueck gebracht! Wir sind in einem Tempo unterwegs. Manchmal ist die eine vorne, manchmal ich, manchmal gehen wir zusammen. Wir nutzen die Zeit immer wieder mal, um auch allein zu sein.

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Hinter Los Arcos geht es steil herauf – im Matsch

Christhilde (oder Hilde 2) hat auch einen MP3-Player mit und hoert ebenfalls die Gregorianischen Gesaenge. Auf einem solche Weg mit soviel Geschichte unterwegs zu sein und dann diese Musik. Die vielen Gruens auf wogenden Huegeln, auf denen mal eine Ruine oder mal ein Dorf mit einer alten Kirche steht. Eine traumhaftere Landschaft kann es kaum geben. Jetzt sind wir in der Pilgerherberge La Fuente in Los Arcos mit Schlafsaelen, aber sonst mit allem ausgestattet. Heute gibt es mal eine Waschmaschine mit Trockner fuer die Waesche. Vom Equipment her bin ich gut ausgestattet. Alles passt, nichts ist zuviel (bis auf die Isomatte, die ich Pamplona gelassen habe). Ich bin zufrieden mit mir und meinen Vorbereitungen.

Mit den anderen Mitpilgern ist das wie mit dem Hasen und dem Igel. Manchmal wundert man sich, wo sie jetzt wieder herkommen. Einige lassen ihr Gepaeck (und manchmal wohl auch sich selbst) fahren. Einige Deutsche sind so seit Jahren immer zwei Wochen unterwegs. Aber das sind nicht die echten Pilger, die ihr Gepaeck nicht tragen…

In Villamayor sind wieder viele der Pilger, die ich seit Roncesvalles getroffen habe zusammen: Der Mann mit dem Schaeferhund, der wacker durchhaelt. Das amerikanische Ehepaar. Eine der Franzoesinnen aus dem Refugio Orisson musste zurueckbleiben. Sie hat erhebliche Probleme mit einem Fuss. Die hat Christhilde aber inzwischen auch. Eine grosse Blase an der Ferse und eine am Zeh. Die Franzoesin gibt ihr einiges von ihrem speziellen Verbandmaterial. So sind sie, die Pilger…

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Fußpflege durch eine österreichische Hospitalera – vielen Dank für alles!

Ich verpflastere Hilde und schneide ihre orthopaedischen Einlagen neu zu. Die anderen Mitpilger in der Kneipe schauen unserem Treiben interessiert zu. Nun geht es besser und wir koennen uns auf den 12 Kilometer langen wasserlosen Marsch nach Los Arcos in Navarra machen. In Los Arcos angekommen werden wir uns erstmal nach einem schoenen Platz fuer ein Abendessen umschauen. Kurz hinter Estella gab es bereits eine Weinquelle beim Koster Irache. Dort koennen sich die Pilger wie in alten Zeiten Wein abfuellen. Dann geht es beschwingt weiter.

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